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In den Lebensmittelmärkten, an Bäumen und Zäunen und an jedem verfügbaren Schwarzen Brett hängen sie: die Zettel der wohnungssuchenden Studierenden. Aktuelle Zahlen belegen: Schon zu Beginn des Sommersemesters 2011 fehlen rund 500 Unterkünfte für die Studenten. Die Folge: Sie müssen in entlegene Ortschaften ausweichen, täglich pendeln oder wie – bereits zu Beginn des Wintersemesters 2010/2011 – auf Zelte und Campingplätze ausweichen.
Schlechte Aussichten
Die Nachfrage nach Wohnheimplätzen ist enorm groß. Aber die wenigen Studentenwohnheime sind nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Vorschriften in punkto Verteilung, Einkommen und Verweildauer in einem Studentenheim sind für viele Studierende unzumutbar. Die Zimmer sind zu klein, spartanisch eingerichtet oder abgewohnt, oft müssen Küche und Nasszelle von mehreren Studierenden benutzt werden und die Heimregeln werden von vielen als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfunden.
Die Versorgungsquote mit Wohnheimplätzen liegt in Bamberg bei 13,1% – dem schlechtesten Wert im Freistaat. Auch wenn in nächster Zeit ca. 400 Wohnheimplätze entstehen, werden trotzdem wohl nur noch 4 bis 28 Plätze pro 100 Studierenden bis 2020 zur Verfügung stehen. Entlastung auf dem Wohnungsmarkt könnte ein Container-Wohnheim bringen, das auf dem Parkdeck des Wohnheims in der Pestalozzistraße entstehen soll. Doch sicher ist sein Bau noch nicht.
Kein Vorteil für finanziell besser Gestellte
Auch finanziell besser gestellte Studierende sind nicht unbedingt im Vorteil, denn auf dem privaten Wohnungsmarkt werden Wohnungen nicht allzu gerne an Studierende vermietet, da Vermieter langfristige Mietverträge bevorzugen. Häufig sind diese Wohnungen zudem unverhältnismäßig teuer. Nicht selten müssen Studierende an den Stadtrand oder in umliegende Ortschaften ausweichen, wobei das Fahrgeld negativ zu Buche schlägt oder sogar ein eigenes Auto nötig ist.
Außerdem ist der Aufwand, Sozialkontakte zu pflegen, häufig so unverhältnismäßig groß, dass sogar Isolation drohen kann.
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